Herr von Blech zieht ein

Farbige Illustrationen von Michael Bayer
Bibliographisches Institut 2007, 3. Lesestufe, ab 8

Nie hätte Tom gedacht, dass eine seiner Erfindungen plötzlich lebendig werden würde. Doch der kleine Herr von Blech ist nicht nur lebendig, sondern hat auch seinen eigenen Kopf ...


Leseprobe

"Ausgezeichnet", sagte Herr von Blech. "Ich will auch so ein Herz!"
"Aber das geht doch nicht!", sagte Tom verzweifelt.
Herr von Blech starrte ihn ärgerlich an. "Ich will ein Herz!", wiederholte er.
"Aber Roboter haben kein Herz!"
"Ist mir egal!", schnarrte Herr von Blech.
Tom überlegte. Und dann kam ihm tatsächlich eine fabelhafte Idee - kein Wunder, schließlich war er ja ein Erfinder!
"Herr von Blech, ich glaube, ich kann Ihnen ein Herz besorgen", sagte er. "Warten Sie einen Moment, ich bin gleich wieder da."
Herr von Blech setzte sich in seinen Kleiderschrank und Tom rannte in die Küche. Zum Glück war seine Mutter gerade nirgends zu sehen. Er holte sich eine Scheibe Toastbrot aus dem Schrank und rannte zurück in sein Zimmer.
"Bitte, Herr von Blech, Ihr Herz, wie verspochen", sagte Tom und zeigte ihm die weiße Brotscheibe.
"Hm", Herrn von Blechs Weckerkopf tickte, "ich spür aber gar nichts."
"Einen Moment, das haben wir gleich." Tom trug Herrn von Blech zur nächsten Steckdose und schloss den Toaster an. Dann schob er die Brotscheibe in den Schlitz und drückte den Hebel hinunter.
Herrn von Blechs Weckerkopf tickte plötzlich schneller und seine Zeigernase begann zu surren. "Ooooh ... Ich glaube, meine Leitungen brennen durch", schnarrte er.
"Keine Angst, das ist nur Ihr Herz", sagte Tom. "Merken Sie schon, wie es warm wird?"
"Ja", sagte Herr von Blech. "Nette Sache, so ein Herz."